Am Freitag, 3. Juli 2026 feiert die Spielvereinigung Göttersdorf vereinsintern ihr 100jähriges Bestehen. Das Programm sieht um 18 Uhr in der Pfarrkirche einen Festgottesdienst vor. Nach diesem findet gegen 19.30 Uhr am Sportplatz in der Zuschauerstehhalle ein Kameradschaftsabend mit Ehrungen statt. Eingeleitet wird dieser mit einem gemeinsamen Essen.

Die Spielvereinigung Göttersdorf wurde am 25. November 1926 in der Gründungsversammlung  im Post-Gasthaus Georg Nagl  aus der Taufe gehoben. Als Gründungsvorsitzender wurde der damalige Wagnermeister Hans Altbauer gewählt. Eine große Stütze hatte der neue Verein in dem Mühlenbesitzer Xaver Wieland in Willing, der am Ortseingang von Willing ein Grundstück für einen Fußballplatz unentgeltlich zur Verfügung stellte, so dass der Spielbetrieb aufgenommen werden konnte. Zu Beginn waren die Vereinsfarben Schwarz und Rot, und so wurden die Göttersdorfer sehr bald, nicht zuletzt durch ihre spielerische Stärke, die „roten Teufel“ genannt. Zum erfolgreichsten Jahr zählte 1936. Unter 14 Vereinen wurde die Meisterschaft errungen. Als der Zweite Weltkrieg ausbrach, hörte jeglicher Spielbetrieb auf.

Die Nachkriegswirren mit all ihren Erscheinungen wurden auch mit Fußballspielen überwunden. Und so rollte auch in Göttersdorf bald wieder das runde Leder. Man spielte etliche Jahre in der A-Klasse. Ein neuer Sportplatz wurde erstellt, in Göttersdorf war Fußball wieder Trumpf, der Spielbetrieb florierte, Göttersdorf war stets auf einem vorderen Tabellenplatz zu finden. Aufgrund einer Neueinteilung der Spielklassen wurde man zur Saison 1957/58 in die C-Klasse Eggenfelden eingruppiert und musste unfreiwillig in der untersten Klasse spielen. In den sechziger Jahren spielte man immer vorne mit und erreichte mehrmals nur den undankbaren 2. Platz, da es damals noch keine Aufstiegsrelegationsspiele gab. Die Jugendarbeit wurde in dieser Zeit durch den unermüdlichen Einsatz von Theo Rickinger verstärkt und so konnte in der Saison ’64/65 die A-Jugend die Meisterschaft erringen. Die siebziger Jahre waren die erfolgreichsten in der jüngeren Vereinsgeschichte. 1973 wurde die 1. Mannschaft unter Trainer Alfons Mittermaier nach einem Entscheidungsspiel gegen den FC Künzing Meister der C-Klasse Vilstal. Doch kurz nach dem gewonnenen Spiel wurde der auf dem „grünen Rasen“ ehrlich und sportlich errungene Titel für nichtig erklärt und am „grünen Tisch“ dem FC Künzing zuerkannt. Künzing erhielt aus einem anderen Spiel nach Einspruchseinlegung noch einen Punkt zuerkannt. In den folgenden Jahren konnte immer in der Spitzengruppe mitgespielt werden, der Aufstieg gelang jedoch nicht. 1974 wurde die Reserve ebenfalls Meister der C-Klasse Vilstal. 1978 konnte der Titel des Osterhofener Stadtgemeindemeisters errungen werden.

Hoffen ließ die A-Jugend, die in der Saison ’86/87 mit ihren beiden Betreuern Fritz Staudacher und Peter Dautzenberg die Meisterschaft errang und in die Kreisklasse Deggendorf aufstieg. Diese Hoffnung zerschlug sich  jedoch, nachdem etliche dieser Spieler vor dem Übertritt ins Seniorenlager aufhörten und die anderen teilweise noch zu „grün“ für die erste Mannschaft waren. Als Grenzgänger wurde dann mehrmals von der Gruppe Wallersdorf, dann Landau, zur Gruppe Osterhofen, gewechselt.

Ab 2005 hatte man wegen Spielermangel nur noch eine Mannschaft, diese wurde durch den unermüdlichen Einsatz von Josef Schütz aufrecht erhalten und ab 2011 wurde eine Spielgemeinschaft mit Pörndorf gebildet. Zuerst konnte man im vorderen Tabellenfeld mitspielen, später war die „Erste“ jedoch wegen Spielbeendigungen und Abgängen weiter hinten platziert. Die 2. Mannschaft konnte 2013 die Meisterschaft erringen und 2016 wurde sie Vizemeister.

Als Spielgemeinschaftspartner mit Pörndorf erkannte die Spvgg, dass in einigen Jahren der Spielbetrieb der Reserve gefährdet ist und sie forcierten daher eine Erweiterung mit Gergweis, deren „Zweite“ ebenfalls schon überaltert war. So wurde in die Saison 2018/2019 als Spielgemeindschaft Gergweis/Pörndorf/Göttersdorf in der Kreisklasse Deggendorf gestartet. Zur Saison 2020/2021 wollte man auf Göttersdorfer Seite die Spielgemeinschaft verlassen. Man hatte keine eigenen aktiven Spieler mehr, da die Göttersdorfer bereits ab der Jugend sowieso in Gergweis spielten. Wegen der Pandemie wurde die Saison 2019/2020 ab 14. März 2020 unterbrochen,  im Herbst 2020  fortgesetzt, dann jedoch ganz abgebrochen. Erst zur Saison 2021/2022 nahm man dann nicht mehr am Spielbetrieb teil

1982 wurde eine der Spielvereinigung angehörende, sehr aktive Damengymnastikriege gegründet. Diese führt in den Sommermonaten Radtouren durch. Vor etwa 20 Jahren wurde unter der Regie des Vereins eine Yoga-Gruppe gegründet. Mittlerweile sind es zwei Gruppen, die sich wöchentlich von Herbst bis Frühjahr treffen. Im Juli 2019 fingen einige Mitglieder auf der Stockbahn in der Zuschauerstehhalle mit dem Stockschießen an. Die Trainingsabende finden bis zum heutigen Tag regelmäßig statt und es konnten auch schon mehrere Einladungsturniere von anderen Vereinen erfolgreich bestritten werden.

So hat die Spielvereinigung in den mittlerweile 100 Jahren ihres Bestehens Höhen und Tiefen erlebt.  Neben dem Spielbetrieb wurde früher auch unter der Regie von Pfarrer Arthuber und Johann Altbauer Theater gespielt. 

Das größte gesellschaftliche Ereignis war natürlich das im Jahr 1986 gefeierte 60jährige Gründungsjubiläum mit Fahnenweihe (Fahnenmutter Elisabeth Scherer). Die bisherigen Vorsitzenden der Spielvereinigung: Gründungsvorsitzender Hans Altbauer, Johann Frammersberger, Johann Stömmer, Franz Stadler, Josef Saller sen., Lehrer Max Schosser, Josef Hack (Holzhäuser), Michl Öllinger, Franz-Xaver Stadler, Anton Pritz sen., Josef Wimmer, Hauptlehrer Scheibengraber, Alois Ellinger, Heinrich Schmied, Max Stadler, Ludwig Bruckmeier, Ludwig Lallinger (elf Jahre), Fritz Nagl, Peter Gerl (sechs Jahre), Fritz Staudacher, Josef Eiblmeier, Hans Retzer, Richard Gerl, Klaus Oberndorfer, Günther Dietrich, Sepp Simet, Richard Gerl  und der derzeitige Vorsitzende Siegmund Eiblmeier. Die  Gründungsmitglieder sind bereits alle verstorben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde an der Straße nach Kröhstorf ein vom Vereinswirt zur Verfügung gestellter neuer Fußballplatz angelegt und 1978 ein Sozialgebäude errichtet.  Im Jahr 1983 wurde im Anschluss an das Sozialgebäude eine Zuschauerstehhalle erbaut.  Initiiert von Schriftführer Siegmund Eiblmeier wurden unter Vorstand Richard Gerl die Planungen für einen Ausweichsportplatz an der Westseite des bestehenden Platzes begonnen, von Vorstand Sepp Simet fortgesetzt und der Platz mit moderner Flutlichtanlage 1994 eingeweiht. 

 

 

 Die Meistermannschaft von 1973,

Kniend v.l. Hans Raster, Hans Fuchs, Hans Zehrer, Josef Katzenleuchter, Franz Eder, Ewald Vierthaler;
Stehend v.l.: Vorsitzender Peter Gerl sen., Peter Gerl jun, Hans Retzer, Josef Eiblmeier, Franz Zehrer, Rudi Hötzl, Ludwig Sigl, Spielertrainer Alfons Mittermeier, Martin Eiblmeier, Fritz Staudacher

 

Herbstmeister 1949/50

Sitzend v.l.: Ludwig Reindl, Willi Stetter, Alfons Stadler;
Kniend v.l.: Josef Katzenleuchter, Alois Ellinger, Herbert Marchl;
Stehend v.l.: Max Stadler, Franz Stadler, Sebastian Graupp, Gerhard Abromeit, Xaver Rauch, Franz Flieger, Xaver Reindl, Franz-Xaver Hau, Hans Sonnleitner, Josef Saller

 

Die Aktiven der Spielgemeinschaft nach dem errungenen Meistertitel der Reserverunde in der Saison 2012/2013

 

We use cookies on our website. Some of them are essential for the operation of the site, while others help us to improve this site and the user experience (tracking cookies). You can decide for yourself whether you want to allow cookies or not. Please note that if you reject them, you may not be able to use all the functionalities of the site.

Ok